1 Markteinführung
1.1 Neustart nach dem Krieg
Opel begann nach dem Zweiten Weltkrieg wieder mit der Produktion von zivilen Automobilen. Nachdem die Produktion der noch luxuriöseren Admiral-Reihe 1939 eingestellt worden war, war der Kapitän '48 das erste große Nachkriegsmodell des Unternehmens.
1.2 Segment
Er war in der Oberklasse angesiedelt und bot den Komfort eines Sechszylinders zu einem günstigen Preis, was ihn schnell zu einem Bestseller in seinem Segment machte.
2 Design und Technik
2.1 Design-Kontinuität
Der Nachkriegsmodell basierte größtenteils auf dem 1938er Vorkriegs-Kapitän, was Opel eine rasche Wiederaufnahme der Produktion ermöglichte.
2.2 Marginale Anpassungen
Die Abweichungen vom Vorkriegsmodell waren geringfügig. Die markanteste Veränderung stellte die Verwendung von nunmehr ebenen, runden Scheinwerfern anstelle der integrierten, stromlinienförmigen Leuchten des Vorgängermodells dar. Auch an Federung und Dämpfung wurden leichte Verbesserungen vorgenommen.
2.3 Motorisierung
Er war mit einem stabilen 2,5-Liter-Sechszylinder-Reihenmotor ausgestattet, der schon im Vorkriegsmodell sowie während des Krieges in einer leichteren Variante des Opel Blitz Lastwagens verwendet wurde.
3 Produktion und Nachfolge
3.1 Produktionszahlen
Auch wenn die Produktion 1948 (hauptsächlich für die US-Armee) nur langsam in Gang kam, wurden bis zur Ablösung durch das nächste Modell im Mai 1950 insgesamt 266 Einheiten im Jahr 1948 und 7820 im Jahr 1949 genehmigt.
3.2 Nachfolgemodell
Im Mai 1950 wurde eine überarbeitete Version, der Opel Kapitän '50, auf den Markt gebracht, die bis 1951 gefertigt wurde. Bei dieser Aktualisierung wurden vor allem Anpassungen im Innenraum vorgenommen, während größere äußerliche Modifikationen ausblieben.