Die Entwicklung des Kadett A setzte ein, als Opel mit Hilfe von Finanzspritzen von General Motors zum größten Pkw-Hersteller Europas aufgestiegen war. Das Ziel bestand darin, ein kompaktes und kostengünstiges Familienauto zu entwickeln, das durch einfache, aber innovative Technik gekennzeichnet ist, um eine breite Käuferschicht anzusprechen. Bei seinem Marktstart im Jahr 1962 wurde der Kadett A als großzügiger und sparsamer „Gebrauchsgegenstand für Anspruchsvolle“ angepriesen. Trotz einer Länge von lediglich 3,92 Metern bot er ein großzügiges Innenraumangebot sowie einen geräumigen Kofferraum – letzterer war bei den Mitbewerbern oft nicht vorhanden.
Eine selbsttragende Karosserie, eine neuartige Bauweise, machte den Kadett A leichter, schneller und sparsamer als viele seiner Mitbewerber. Die Bremsen wurden hydraulisch betätigt, mit einer Öldruckbremse an allen vier Rädern.
Der Kadett A war während seiner kurzen Produktionszeit von 1962 bis 1965 in verschiedenen Karosserievarianten erhältlich:
– Zweitürige Limousine:
Die Standardausführung, die das Hauptvolumen ausmachte.
– Kombi („Caravan“):
eine weit verbreitete Variante, die viel Platz für Ladung bot.
- Coupé:
Eine sportlichere Variante, die auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) 1965 vorgestellt wurde und sich an junge Käufer richtete. Sie verfügte über den stärkeren 45-PS-Motor und Scheibenbremsen an der Vorderachse.